Michael Streitberg

Michael Streitberg ist Japanologe und freier Journalist. Er lebt in Berlin und schreibt unter anderem für die Tageszeitung junge Welt.

Popkulturreferenzen und Unsinnspoesie: Die Band SUIYOBI NO CAMPANELLA macht zitatreichen Elektropop vom Allerfeinsten. Ihre Texte verleiten zum Rätseln: Was hat etwa die französische Revolution mit rastlosen Spaziergängen durch Tokyo und einem Sammelsurium japanischer Süßigkeiten zu tun? Was verbindet Obi-Wan Kenobi mit einem androgynen Diplomaten aus dem 7. Jahrhundert?


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Revolutionäre Reden über einem Becher Milch mit Kaffeegeschmack, bluesgetränkte Tristesse in einer heruntergekommenen Marinebar, geheimnisvolle Frauen in Jazzkneipen und ein riesiger Haufen auf dem Schreibtisch des Direktors: Die Kämpfe der Neuen Linken, der Frust über autoritäre Strukturen an der Oberschule und die Subkulturen der 1960er Jahre hinterlassen ihre Spuren auch im Leben des 17jährigen Ken Yazaki. In der südjapanischen Küstenstadt Sasebo träumt er vom baldigen Verlust seiner Jungfräulichkeit. Ryu Murakamis 1987 veröffentlichter Coming of Age-Roman 69 wirft die Frage auf, was von der damaligen Aufbruchsstimmung geblieben ist.

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Von einer steilen Felswand springt ein graziler Jüngling ins Meer. Steinerne Schlangen kriechen die Klippen hoch; in Tretbooten, die exotischen Vögeln nachempfunden sind, haben Männer und Frauen ausgelassenen Sex unter der gleißenden Mittagssonne. Auf dem Gras endlos weiter Wiesen und in den Polstergemächern opulenter Opiumhöhlen geben sich nackte Menschen hetero- und homoerotischen Abenteuern hin, verspeisen bei einem Festmahl reichlich gefüllte Haie oder sehen sich traumhafte Feuerwerke an. Eine Welt, zu schön, um wahr zu sein!

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